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Verschwommene und Wischiwaschi-Drucke: Wie kommt’s?

Warum dieser Test?

Ich habe auf Facebook viele verschwommene, vernebelte oder gesprenkelte Drucke gesehen.
Fast immer kam dieselbe Frage: „Was mache ich falsch?“: 
Es scheint, die Antwort lautet: vielleicht gar nicht so viel. 

Beim UV-Druck ist der Abstand zwischen Druckkopf und Oberfläche extrem wichtig.
Gleichzeitig ist die Höhenmessung des eufyMake E1 extrem sensibel. Hab es jetzt hier sogar schriftlich, bzwbzw. gedrucktgedruckt, und zwar FarbFarbe auf weiss.Weiß.

Mit extrem sensibel meine ich: Die Höhenmessung findet jeden Krümel.

Bei mir lag einmal ein  Papierrest auf dem Druckbett. Der Krümel war höher als mein eigentliches Druckteil. Der E1 hat ihn bei der Höhenmessung erkannt und als höchsten Punkt verwendet. Dadurch fuhr der Druckkopf höher als nötig. Das Ergebnis: ein verschwommenes Motiv.


Also hab ich mal getestetgetestet, denn ich wollte  wissen:

  • Was passiert bei 1 mm mehr Abstand?

  • Ab wann wird der Druck unscharf?

  • Warum empfiehlt eufyMake maximal 2 mm Höhenunterschied?

  • Und wie viel geht trotzdem noch?

Der Testaufbau

Ich habe sechs weiße Teststücke gedruckt. Das höchste Teil ist 8 mm hoch.
Danach wird jedes Teil um 1 mm niedriger:

Teststück Höhe Zusätzlicher Abstand
1 8 mm 0 mm
2 7 mm +1 mm
3 6 mm +2 mm
4 5 mm +3 mm
5 4 mm +4 mm
6 3 mm +5 mm

Die Höhenmessung orientiert sich am höchsten Teil.
Das bedeutet: Der Druckkopf steht für das 8-mm-Teil richtig. Bei jedem niedrigeren Teil muss die Tinte einen Millimeter weiter fliegen. Gedruckt wurde immer dasselbe Motiv, das ich in der Software aufgegabelt hab: 
TestDistance.pngNur CMYK. Keine weiße Tintenschicht.

Warum ist der Abstand so wichtig?

Der Druckkopf schießt winzige Tintentröpfchen auf die Oberfläche.
Bei richtigem Abstand ist der Flugweg kurz.
Die Tropfen landen dort, wo sie landen sollen.
Punkt bleibt Punkt. Linie bleibt Linie. Farbe bleibt an ihrem Platz.
Wird der Abstand größer, fliegen die Tropfen länger durch die Luft.

Dann reichen schon kleine Abweichungen:

  • Tropfen driften leicht ab.

  • Feine Spritzer landen neben dem Motiv.

  • Die CMYK-Farben treffen nicht mehr exakt aufeinander.

  • Konturen werden breiter.

  • Farben wirken heller oder verändern sich.

  • Das Motiv bekommt einen sichtbaren Farbnebel.

Je größer der Abstand, desto mehr wird aus einem präzisen Druck eine Tintensprühwolke.

Was sieht man beim Test?

0 mm zusätzlicher Abstand
  • Das 8-mm-Teil ist die Referenz.
  • Die Konturen sind sauber. Die Farben sind kräftig. Das Motiv ist klar.
  • So soll es aussehen.

1 mm zusätzlicher Abstand
  • Der Druck ist noch scharf.
  • Aber die Farben verändern sich bereits sichtbar.
  • Das ist interessant, weil der Druck auf den ersten Blick noch völlig brauchbar aussieht.

2 mm zusätzlicher Abstand
  • Das Ergebnis ist weiterhin verwendbar.
  • Die Konturen werden aber etwas weicher. Die Farben wirken nicht mehr ganz so sauber getrennt.
  • Hier liegt ungefähr der Bereich, den eufyMake noch empfiehlt.

3 mm zusätzlicher Abstand
  • Jetzt wird der Unterschied deutlich.
  • Die schwarzen Linien verlieren an Schärfe. Um das Motiv entsteht ein leichter Farbnebel.

4 bis 5 mm zusätzlicher Abstand
  • Das Motiv wird sichtbar verschwommen.
  • Die Farben wirken blasser. Die Konturen laufen auseinander. Feine Tintenspritzer landen neben dem eigentlichen Druck.
  • Jetzt ist klar: Der Abstand ist zu groß.

Was ist mit den unterschiedlichen Farben?

Das Testmotiv enthält von Anfang an verschiedene Farben.
Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett sind bereits in der Grafik unterschiedlich. Die Farben wurden also nicht erst durch den größeren Abstand verändert.  
Zu diesem Thema komme ich später noch. ICC Profile und wie man die nutzt. Dies tut hier aber nichts zur Sache.

Wichtig ist der Vergleich derselben Farbe auf allen Teststücken.

Dabei sieht man:

  • Die Farbtöne verändern sich.

  • Die Sättigung nimmt ab.

  • Die Farben mischen sich anders.

  • Die Konturen werden zunehmend unsauber.

Zusätzlich wurde nur mit CMYK gedruckt. Das Originalbild wird auf dem Bildschirm in RGB angezeigt. RGB kann deutlich leuchtendere Farben darstellen als CMYK. Deshalb sieht selbst der sauberste Druck nicht exakt so aus wie die Datei auf dem Bildschirm. Das ist normal und gehört nicht direkt zum Abstandstest.

Warum nennt eufyMake 2 mm?

Die 2 mm sind keine magische Grenze. Bei 1,9 mm ist nicht alles perfekt und bei 2,1 mm plötzlich kaputt. Es ist ein sinnvoller Toleranzbereich. Bis ungefähr 2 mm zusätzlichem Höhenunterschied bleibt der Druck meist noch brauchbar. Danach werden Unschärfe, Farbverschiebungen und Sprühnebel immer deutlicher.

Mein Test zeigt aber auch: Schon 1 mm kann sichtbar sein. Nicht unbedingt sofort bei der Schärfe, aber bei den Farben.

Fazit

Der Abstand zum Druckkopf ist wichtig. Sehr wichtig.


Wenn dein MotivDruck verschwommen, blass, vernebeltblass oder gesprenkelt aussieht,ist, muss nicht automatischgleich die Datei schlecht sein,oder der Druckkopf verstopft oder sonst etwas kaputt sein.

VielleichtOft stimmt einfach die gemessene Höhe nicht. Ein Krümel aufreicht demschon. DruckbettOder kanndein schonRohling reichen.hat einen Rand, eine Wölbung oder Vertiefung.

Der E1 erkenntmisst ihn, fährtdenherchsten undPunkt. Liegt deine eigentliche Druckfläche tiefer, druckt anschließender aus zu großer EntfernungEntfernung. auf dein eigentliches Objekt. :D Und ich spreche hier aus Erfahrung.

Stimmt der Abstand nicht, kann auch ein perfektes Motiv nicht sauber gedruckt werden.

Vor dem Druck deshalb immer:

  • Druckbett kontrollieren

  • Krümel entfernen

  • Oberfläche sauber machen

  • Auf unterschiedlich hohe Teile achten

  • Höhenunterschied möglichst unter 2 mm halten


Es sei denn.denn: Du willst ganz bewusst einen weichen, verwaschenen Effekt erzeugenerzeugen. möchtest:Dann Eineifnach höheres Teil neben die eigentliche Druckfläche legen und damit die Höhenmessung verändern. 😉 Schon hast du: 
Wischiwaschi by Design  

Natürlich nur kontrolliert und so, dass der Druckkopf nirgendwo anstößt.